Mittwoch, 20. Mai 2026
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Las Palmas gibt grünes Licht für die Hybridisierung mit Satocan-Batterien im Süden von Gran Canaria

Las Palmas gibt grünes Licht für die Hybridisierung mit Satocan-Batterien im Süden von Gran Canaria

Yurena Vega - M24h Dienstag, 21. April 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat über das Ministerium für den ökologischen Wandel und Energie das Hybridisierungsprojekt mit Energiespeicher für den Windpark Punta Tenefé in San Bartolomé de Tirajana genehmigt. Diese von Marina South Beach (Satocan) initiierte Maßnahme erhielt durch die Veröffentlichung einer positiven Umweltverträglichkeitsprüfung am 18. Februar 2026 einen entscheidenden Schub. Das Projekt wird mit 1,5 Millionen Euro aus dem europäischen Förderprogramm NextGenerationEU unterstützt, das für die Verbesserung der Effizienz des Stromnetzes der Insel durch den Einsatz von Batteriespeichern der nächsten Generation vorgesehen ist.

Die Infrastruktur basiert auf einem 4,5-MWh-Speichersystem, bestehend aus zwei Modulcontainern und dreizehn elektrochemischen Batteriegestellen. Diese Anlagen werden auf einem Industriegelände errichtet, auf dem bereits ein Windpark in Betrieb ist. Dabei werden die bestehenden Straßen und das Umspannwerk genutzt. Die technische Planung umfasst eine 54 Meter lange unterirdische Stromleitung, die die Batterien mit dem Stromnetz verbindet. Dadurch werden optische Beeinträchtigungen und Eingriffe in den Boden in einem Gebiet, das bereits durch die Energienutzung verändert wurde, minimiert.

Im Rahmen des Evaluierungsprozesses knüpften mehrere öffentliche Stellen ihre Zustimmung an die Umsetzung strenger Korrekturmaßnahmen. Der Biodiversitätsdienst legte besonderen Wert auf den Schutz von Steppenvögeln wie dem Rennvogel und dem Triel, deren Vorkommen in der Nähe von Castillo del Romeral dokumentiert ist. Der Denkmalschutzdienst des Inselrats von Gran Canaria erteilte seine Zustimmung nach der Forderung nach einer spezifischen Studie, um die Unversehrtheit der archäologischen und kulturellen Stätten des Gebiets angesichts der historischen Bedeutung des Südostens der Insel zu gewährleisten.

Die Analyse der Alternativen durch den Projektentwickler bestätigte, dass der gewählte Standort (Alternative 1) sowohl aus ökologischer als auch aus funktionaler Sicht am günstigsten ist. Die Nähe zum bestehenden Kontrollzentrum reduziert den Bedarf an neuen Gräben und Kabeln im Vergleich zu weiter westlich oder nordöstlich gelegenen Optionen erheblich. Zudem gewährleistet die Lage einen Sicherheitsabstand von 500 bis 800 Metern zu den Ortschaften El Matorral und Castillo del Romeral, wodurch Lärm- und Vibrationsbelästigungen während der 22-wöchigen Bauzeit vermieden werden.

Mit der Verabschiedung dieses Dekrets wird nicht nur der Bau des Speichersystems genehmigt, sondern auch die Anpassung des betroffenen Flächennutzungsplans zur Integration dieser grünen Infrastruktur vorgeschrieben. Das System hat eine Lebensdauer von 25 Jahren. Anschließend ist der Projektentwickler verpflichtet, es vollständig abzubauen und das Gelände wiederherzustellen. Dieses Hybridsystem dient als skalierbares Modell für andere Industrieparks auf den Kanarischen Inseln, die eine flexiblere Nutzung erneuerbarer Energien anstreben und die traditionelle Abhängigkeit des Archipels von fossilen Brennstoffen verringern wollen.

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