Die Generaldirektion für Arbeit gab am Montag, dem 30. März 2026, offiziell die endgültige Vereinbarung über die Gehaltstabellen für den Personenbeförderungssektor in der Provinz Las Palmas bekannt. Die vom Gemeinsamen Ausschuss nach monatelangen technischen Anpassungen erzielte Einigung stärkt die Stabilität eines wichtigen Sektors der Tourismuslogistik im Süden Gran Canarias. Die Vereinbarung aktualisiert nicht nur die Vergütung rückwirkend ab Januar 2025, sondern beseitigt auch Unklarheiten in der Auslegung, die insbesondere bei Nachtschichten und Gepäckvergütungen zu Problemen bei der Lohnabrechnung geführt hatten.
Die neue Gehaltsstruktur basiert auf einer pauschalen Erhöhung von 3 % für alle Berufsgruppen. Dieser Wert übersteigt den Verbraucherpreisindex (VPI) der Kanarischen Inseln des Vorjahres und entspricht dem nationalen Tarifvertrag. Gleichzeitig hat der Ausschuss buchhalterische Anpassungen vorgenommen, um die niedrigsten Gehaltsgruppen an den durch Königliches Dekret 87/2025 festgelegten interprofessionellen Mindestlohn (SMI) anzugleichen. Dieser zweigleisige Ansatz stellt sicher, dass kein Beschäftigter im Bildungssektor weniger als den gesetzlichen Mindestlohn erhält und hebt das Grundgehalt von Schulassistenten und Begleitpersonen auf das Niveau der geltenden nationalen Bestimmungen an.
Die Gehälter der Fahrer – das operative Herzstück der Verbindungen zwischen dem Flughafen und den Touristenzentren Maspalomas und Playa del Inglés – werden nach Kategorien aufgeschlüsselt. Sie erhalten ein monatliches Grundgehalt von 1.112,40 €. Hinzu kommen die im Tarifvertrag festgelegten Zulagen, die Fahrtkostenpauschale und der Urlaubsanspruch. Das Bruttojahresgehalt eines Vollzeitfahrers beträgt somit 18.849,82 €. Auch die Gehälter der Verwaltungs- und Werkstattmitarbeiter wurden angepasst. So verdient beispielsweise ein Facharbeiter der höchsten Qualifikationsstufe jährlich 17.390,93 €. Diese Maßnahmen stärken eine Struktur, die darauf abzielt, Fachkräfte angesichts der Konkurrenz aus anderen Branchen zu binden.
Einer der wichtigsten und konkretsten Punkte der Vereinbarung ist die Klarstellung des Nachtschichtzuschlags. Die Gemeinsame Kommission hat festgelegt, dass dieser Zuschlag in Höhe von 119,73 € strikt anteilig zur zwischen 22:00 und 06:00 Uhr geleisteten Arbeitszeit zu zahlen ist, um Missverständnisse bei geteilten Schichten zu vermeiden. Darüber hinaus werden die variablen Tarife für die Gepäckabfertigung beibehalten und angepasst. Sie reichen von 2,68 € für Minibusse bis zu 16,71 € für große Fahrzeuge (mehr als 59 Sitzplätze) – ein entscheidender technischer Aspekt für die Hoteltransferdienste, die die Wirtschaft im Süden maßgeblich prägen.
Mit der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Amtsblatt der Provinz endet ein Kapitel der Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt – und das in einer kritischen Phase für die Anbindung der Inseln. Die Übertragung der Verhandlungsbefugnisse an die Sekretäre des Verhandlungskomitees unter der Leitung von Persönlichkeiten wie José Ángel Hernández Ponce (FET) und Santiago Domínguez Cabrera (CCOO) setzt den Schlusspunkt unter eine Verhandlung, die den sozialen Frieden in den Vordergrund stellt. In einem Umfeld, in dem Charterflüge das Rückgrat internationaler Veranstaltungen und das tägliche Wirtschaftsleben der Insel bilden, stellen diese Gehaltstabellen den neuen Rahmen für die Arbeitsbeziehungen bis zum Jahresende dar.











