Samstag, 18. April 2026
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Dania Dévora, die Produzentin, die Maspalomas zu einem globalen Kulturdenkmal gemacht hat, ist verstorben.

Dania Dévora, die Produzentin, die Maspalomas zu einem globalen Kulturdenkmal gemacht hat, ist verstorben.

Gara Hernández - M24h Donnerstag, 26. März 2026

In der Geschichte des europäischen Kulturmanagements haben nur wenige Persönlichkeiten das erreicht, was Dania Dévora, die am 25. März 2026 in Las Palmas de Gran Canaria verstarb, vollbrachte: die Transformation eines Archipels zum Gravitationszentrum der Weltmusik. Unter der Anleitung und im Vertrauen von Peter Gabriel war Dévora nicht nur über drei Jahrzehnte lang die Hüterin der Marke WOMAD in Spanien, sondern auch die Architektin einer Kulturdiplomatie, die die Bühne als Brücke zwischen den Kontinenten nutzte.

Ihr technisches und emotionales Erbe hat seinen unbestreitbaren Mittelpunkt im Süden von Gran Canaria. Dort, zwischen den Dünen und dem touristischen Asphalt von Maspalomas, bewies Dévora, dass Exzellenz und Saisonalität kein Widerspruch sind. Ihr Engagement für das Maspalomas Soul Festival verwandelte die Arena in San Agustín in eine authentische Memphis-Hochburg und lockte internationale R&B- und Soul-Künstler an. Die sorgfältige Produktion wurde zum Qualitätsstandard ihrer 1990 gegründeten Produktionsfirma DD&Company.

Dévoras Wagemut erreichte seinen Höhepunkt mit der Dezentralisierung des WOMAD-Festivals, das eine historische Ausgabe in den Süden der Insel brachte. Damit erweiterte sie nicht nur die Landkarte der Weltmusikfestivals, sondern stellte auch das gängige Bild des Strandtourismus infrage und brachte eine intellektuelle und multikulturelle Komponente ins Herz der kanarischen Wirtschaft. Für Dania war der Süden nicht nur ein Reiseziel, sondern ein natürliches Amphitheater, in dem die kanarische Identität in direkten Dialog mit Künstlern aus Mali, Brasilien oder Großbritannien treten konnte.

Die Grammy-Preisträgerin und regelmäßige Mitarbeiterin der Vereinten Nationen zeichnete sich durch eine Arbeitsweise aus, die sich deutlich von der distanzierten Art herkömmlicher Veranstalter unterschied. Dévora verstand Kultur als Instrument für sozialen Wandel und „wirtschaftliche Souveränität“, was sich in ihren internationalen Kooperationsprojekten widerspiegelte. Ihre Fähigkeit, verschiedene Orte miteinander zu verbinden – von den Plätzen von Cáceres bis zum Santa-Catalina-Park oder den Bühnen von San Bartolomé de Tirajana – machte sie zu einer Konsensfigur in einer oft zersplitterten Branche.

Anspruchsvoll, visionär und mit einem untrüglichen Gespür für Authentizität ausgestattet, hinterlässt Dania Dévora eine Lücke, die hinter den Kulissen des gesamten Archipels spürbar sein wird. Ihr Tod markiert das Ende einer Ära, in der die Kanarischen Inseln nicht länger nur ein technischer Zwischenstopp waren, sondern zu einem unverzichtbaren Ziel im globalen Musikzirkus wurden. Das Echo der von ihr unter der Sonne Süd-Gran Canarias ins Leben gerufenen Festivals wird von heute an ihr schönstes Vermächtnis sein. Maspalomas24H zollt ihr Tribut und spricht ihrer Familie und ihren Mitarbeitern unser tiefstes Beileid aus.

 

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