Samstag, 18. April 2026
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Maspalomas führt den Anstieg der Großhandelsumsätze mit Betten in Hotels mit gemischter Belegung an.

Maspalomas führt den Anstieg der Großhandelsumsätze mit Betten in Hotels mit gemischter Belegung an.

Yurena Vega - M24h Donnerstag, 26. März 2026

Der Beherbergungssektor der Kanarischen Inseln schloss den Februar 2026 ab und festigte damit seine Strategie der Umsatzmaximierung. Der durchschnittliche Tagespreis (ADR) stieg regional auf 143,46 €. Dies entspricht einem Anstieg von 7,48 % gegenüber dem Vorjahresmonat und bestätigt den Trend, dass die Zimmerpreise schneller steigen als die Gästezahlen. Der Süden von Gran Canaria und Teneriffa bleiben die profitabelsten Inseln des Archipels; beide übersteigen die Marke von 153 € pro Nacht.

Im Süden Gran Canarias erreichte der durchschnittliche Tagespreis (ADR) 153,66 €, ein Anstieg von 5,82 %. Teneriffa verzeichnete unter den größeren Inseln das stärkste Wachstum mit einem Plus von 9,24 % auf 153,73 €. Dieser strukturelle Preisanstieg steht im Gegensatz zum moderaten Wachstum auf Lanzarote (5,40 %) und der Stagnation auf La Palma, wo der ADR kaum um 0,61 % steigen konnte. Dies spiegelt einen fragmentierten Markt wider, auf dem Inseln mit besserer Anbindung und luxuriöseren Hotels die gestiegenen Betriebskosten erfolgreich an die Endkunden weitergeben.

Die aggressive Preisstrategie zeigt jedoch erste Anzeichen von Widerstand bei der Hotelauslastung. Der regionale Durchschnitt sank um 1,12 % auf 77,66 %. Besonders aufschlussreich sind die Daten von Teneriffa und Fuerteventura, wo die Auslastung um 2,75 % bzw. 3,77 % zurückging. Diese Diskrepanz – steigende Preise bei gleichzeitig sinkender Bettenauslastung – deutet darauf hin, dass die Branche der Gewinnmarge Vorrang vor einem hohen Auslastungsgrad einräumt. Gran Canaria hat diese Strategie mit chirurgischer Präzision umgesetzt und ist die einzige größere Insel, die gleichzeitig sowohl die Preise (5,82 %) als auch die Auslastung (0,23 %) steigern konnte.

Lanzarote erweist sich in diesem Bericht als die Insel mit der größten Ausgewogenheit und wirtschaftlichen Stärke. Sie erreicht mit 80,55 % die höchste Auslastung der Kanarischen Inseln (1,86 % höher als 2025) und verzeichnet gleichzeitig ein nachhaltiges Wachstum von 5,40 %. Am anderen Ende des Spektrums kämpft La Palma weiterhin mit einer alarmierenden Rentabilitätslücke: Der durchschnittliche Zimmerpreis von 82,33 € liegt trotz einer leichten Verbesserung der Auslastung auf 60,75 % fast bei der Hälfte des Durchschnitts der Hauptinseln. Dieses Szenario für Februar 2026 bestätigt, dass die „Preissouveränität“ des kanarischen Tourismus entlang der zunehmend exklusiven Achse Gran Canaria-Teneriffa-Lanzarote konzentriert ist.

 

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