Samstag, 18. April 2026
Maspalomas24h
Das Beratungsunternehmen Gloval hebt die Vormachtstellung von Maspalomas mit einer Rekordauslastung von über 91 Prozent hervor.

Das Beratungsunternehmen Gloval hebt die Vormachtstellung von Maspalomas mit einer Rekordauslastung von über 91 Prozent hervor.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Dienstag, 24. März 2026

Laut dem jüngsten Bericht des Beratungsunternehmens Gloval startet der spanische Hotelsektor mit einer beispiellosen Stärke ins Jahr 2026. Der Süden Gran Canarias positioniert sich als unangefochtener Motor des nationalen Marktes und verzeichnet eine Auslastungsrate von 91,97 Prozent – ​​den höchsten Wert im ganzen Land. Damit liegt die Tourismusregion über dem Inseldurchschnitt von soliden 91,39 Prozent und bestätigt, dass die Kanarischen Inseln auch in der Wintersaison das bevorzugte Reiseziel europäischer Touristen bleiben.

Die Preis- und Rentabilitätsunterschiede zwischen den verschiedenen spanischen Tourismusregionen zeichnen zu Beginn des Jahres ein Bild deutlicher Kontraste. Während der Süden Gran Canarias bei den Übernachtungen dominiert, führt Teneriffa beim Bruttoumsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) mit 149,19 €. Ski- und Luxusdestinationen behaupten ihren Premium-Status: Vall d'Aran liegt mit einem durchschnittlichen Tagespreis (ADR) von 184,64 € an der Spitze, während der Touristenmagnet Marbella mit 253,34 € pro Nacht den höchsten Preis in Spanien verzeichnet.

Die Entwicklung im Jahresvergleich offenbart eine überraschende Dynamik in Destinationen, die traditionell eher im Hintergrund agierten. Die Insel La Gomera sticht mit einem zweistelligen Wachstum sowohl bei den Zimmerpreisen als auch bei der Rentabilität hervor, die in beiden Fällen über 10 Prozent gegenüber Februar 2025 liegen. Die größten Überraschungen im Gloval-Bericht finden sich jedoch auf der Iberischen Halbinsel, wo die Costa da Morte mit einem RevPAR-Anstieg von 42 Prozent die beste Performance erzielt und Gemeinden wie Benavente ihre Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr um 108 Prozent steigern konnten.

Die Analyse einzelner Reiseziele zeigt eine Konsolidierung von Nischen- und Premiumdestinationen. Sóller erreichte eine Auslastung von 90,95 Prozent und liegt damit gleichauf mit den großen Ferienorten der Kanarischen Inseln. Estepona etablierte sich mit einem RevPAR von 178,77 € als eines der profitabelsten Reiseziele Südspaniens, nachdem es innerhalb von nur zwölf Monaten um 50,42 Prozent gewachsen war. Dieser Trend bestätigt, dass der spanische Hotelmarkt – über die Dominanz der Kanarischen Inseln hinaus – seine Gewinnmargen in Küstenregionen und im Landesinneren deutlich steigert.

Die Momentaufnahme vom Februar 2026 bestätigt, dass die Tourismusbranche die Erholungsphase erfolgreich abgeschlossen hat und nun in eine Phase des Umsatzwachstums eingetreten ist. Die Kombination aus hoher Auslastung im Süden Gran Canarias und stark steigenden Preisen an der Costa del Sol und in den Pyrenäen deutet auf einen Strukturwandel im Hotelmanagement hin. Die Branche füllt nicht nur ihre Häuser, sondern beweist auch eine Preissetzungsstärke, die die Rentabilität im Jahr 2025 anhand nahezu aller wichtigen Kennzahlen deutlich verbessern dürfte.

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