Mittwoch, 13. Mai 2026
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Zementabsatz auf Gran Canaria sinkt um 17 %: Öffentliche Bauvorhaben im Süden werden sich 2026 verlangsamen

Zementabsatz auf Gran Canaria sinkt um 17 %: Öffentliche Bauvorhaben im Süden werden sich 2026 verlangsamen

Gara Hernandez Samstag, 21. März 2026

Der Bausektor im Süden Gran Canarias verzeichnet laut Aktivitätsindikatoren für Januar 2026 eine Phase der Abschwächung. Der Großhandelsabsatz von Zement auf der Insel, ein zuverlässiger Indikator für Neubau- und Sanierungsprojekte, ging im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Prozent auf 12.788 Tonnen zurück. Dieser Rückgang ist der stärkste im gesamten Archipel und steht im Gegensatz zur relativen Stabilität anderer Inseln wie Teneriffa oder dem positiven Wachstum auf Fuerteventura.

Der Rückgang des Materialverbrauchs ist eng mit dem Einbruch der öffentlichen Investitionen in der Provinz Las Palmas verbunden. Im Januar beliefen sich die offiziellen Ausschreibungen in der Provinz auf 54.134.000 €, was einem Rückgang von 46,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders gravierend ist der Rückgang im Bereich der Kommunalverwaltung – darunter auch südlich gelegene Gemeinden wie San Bartolomé de Tirajana –, wo das Volumen der ausgeschriebenen Aufträge um 73,5 Prozent gesunken ist, von 58,8 Millionen € im Jahr 2025 auf nur noch 15.584.000 € Anfang 2026.

Diese Lähmung der lokalen öffentlichen Bauvorhaben fällt mit einer beispiellosen Phase der finanziellen Erholung der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana zusammen, die schuldenfrei geworden ist. Die Schuldenfreiheit hat jedoch noch nicht zu einer Wiederaufnahme der Ausschreibungsverfahren für den Abbau der vorhandenen Zementbestände geführt. Gran Canaria deckt derzeit 31,4 Prozent des gesamten Zementverbrauchs der Kanarischen Inseln ab, doch der negative Trend drückt den regionalen Indikator nach unten, der im Durchschnitt um 8,1 Prozent sinkt.

Für das touristische Zentrum Maspalomas stellt sich eine doppelte Herausforderung. Zum einen müssen die Unterkünfte renoviert werden, um die gefühlte Überbelegung (Bewertung: 6,37) zu verringern und die vom europäischen Markt geforderten Nachhaltigkeitsstandards zu verbessern. Zum anderen muss die Regionalregierung ihren Haushaltsüberschuss in konkrete Investitionen umwandeln. Obwohl der Zementverbrauch sinkt, achtet die Branche weiterhin genau auf die Verwendung der von der Regionalregierung bereitgestellten 34.489.000 €, einer wichtigen Investition, um den Trend umzukehren und die Infrastruktur zu modernisieren, die die Ausgaben von 1.739 € pro Reise der Pauschaltouristen im Süden ermöglicht.

 

 

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