Dienstag, 19. Mai 2026
Maspalomas24h
Satocan errichtet mit Hilfe von NextGen-Mitteln einen Windpark mit Energiespeicher.

Satocan errichtet mit Hilfe von NextGen-Mitteln einen Windpark mit Energiespeicher.

GARA HERNÁNDEZ - M24H Samstag, 21. März 2026

Gran Canarias Energiesystem hat einen bedeutenden Schritt in Richtung strategischer Autonomie gemacht. Die Generaldirektion für Umweltqualität bestätigte am Montag gegenüber Maspalomas24H, dass sie einen positiven Bericht für das Hybridisierungsprojekt des Windparks Punta Tenefé ausgestellt hat. Diese Initiative wird die 5,4-MW-Anlage dank eines hochmodernen Batteriesystems in eine Infrastruktur verwandeln, die ihre eigene Stromproduktion steuern kann.

Das Projekt Punta Tenefé gilt als Vorbild für verantwortungsvolle Hybridisierung: Es nutzt europäische Fördermittel zur Modernisierung älterer Anlagen, verbessert die Stromversorgung der Insel und garantiert vertraglich die vollständige Wiederherstellung der Naturlandschaft nach Abschluss des Betriebszyklus. Dieser Fortschritt positioniert San Bartolomé de Tirajana an der Spitze der Energiespeichertechnologie im Archipel und erfüllt die Ziele des Nationalen Integrierten Energie- und Klimaplans (PNIEC).

Das von Marina South Beach, SLU, einer Tochtergesellschaft von Satocan, geleitete Projekt ist eine direkte Antwort auf die Herausforderungen der intermittierenden Stromerzeugung in erneuerbaren Energiesystemen in abgelegenen Gebieten. Durch die Integration eines Speichers in einen bereits betriebenen Windpark wird der Südosten der Insel nicht nur saubere Energie erzeugen, sondern diese auch zuverlässig ins Netz einspeisen können. Dadurch wird die Abhängigkeit von thermischen Kraftwerken in windarmen Zeiten reduziert.

Die finanzielle Grundlage für diese Transformation bildet der Wiederaufbau-, Transformations- und Resilienzplan. Das Projekt erhielt eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus Mitteln von NextGenerationEU, die im Rahmen der ersten Ausschreibung für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien auf den Kanarischen Inseln vom IDAE (Institut für Energiediversifizierung und -einsparung) vergeben wurde.

Diese Investition ist speziell für das Projekt IT13 vorgesehen, das die Integration von Energiespeichern in bestehende Projekte umfasst. Die Mittel decken die Anschaffung und Installation modernster Technologie: zwei 20-Fuß-Container, die 13 Racks mit hochdichten elektrochemischen Batterien (Modell CATL) aufnehmen, welche bis zu 4,836 MWh speichern können. Dieses „Lithium-Gehirn“ ermöglicht ein deutlich flexibleres Management der Energieüberschüsse des Parks.

Der Entwurf des Ingenieurs Alejandro Jiménez Bordón zeichnet sich durch seine hohe Flächeneffizienz aus. Die Anlage wird auf einem bestehenden Grundstück innerhalb des Windparks errichtet, wodurch der Bau neuer Straßen entfällt. Die Anbindung erfolgt über eine nur 54 Meter lange unterirdische Leitung – eine Lösung, die maßgeblich zur Erlangung der Umweltgenehmigung beigetragen hat, da sie die optische Beeinträchtigung und die Bodenbearbeitung minimiert.

Trotz seiner Lage in einem Industriegebiet hat das Projekt eine strenge Biodiversitätsprüfung bestanden. Der Denkmalschutzdienst des Inselrats und Umweltexperten haben die 22-wöchige Bauzeit an ein striktes Schutzprotokoll für die einheimische Vogelwelt, wie beispielsweise Triel und Sumpfkiebitz, geknüpft. So wird sichergestellt, dass der technologische Fortschritt das Ökosystem im Südosten Gran Canarias nicht beeinträchtigt. Die Umweltgenehmigung berücksichtigt nicht nur die Gegenwart, sondern verpflichtet auch zur Bodensanierung. Mit einer geschätzten Lebensdauer von 25 Jahren beinhaltet das Projekt einen obligatorischen Stilllegungsplan. Nach Ablauf dieser Frist muss der Projektentwickler die gesamte Infrastruktur – Container, Wechselrichter und Fundamente – entfernen und das Recycling der Batterien gemäß den Richtlinien der Kreislaufwirtschaft gewährleisten.

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