Der Markt für Flugkraftstoff zeigt am 4. März 2026 keine Anzeichen einer Abschwächung. Während ein Barrel Jet A1 weltweit bereits für 85,5 US-Dollar gehandelt wird, hat der Flughafen Gran Canaria die psychologisch wichtige Marke von 600 Euro pro 1.000 Liter überschritten. Mit einem am Mittwoch festgelegten Preis von 600,32 Euro pro 1000 Liter (entspricht 661,77 US-Dollar) befindet sich die Insel zwar in einer mittleren Position, ist aber deutlich stärker betroffen als andere wichtige Logistikzentren auf der Iberischen Halbinsel. Diese signifikante Preisänderung ist auf die am Samstag von den USA außerhalb der UN-Charta gestarteten Luftangriffe gegen den Iran zurückzuführen.
Der Vergleich mit Flughäfen auf dem Festland verdeutlicht die durch die Insellage bedingten Kostenunterschiede, trotz Subventionen und der Nähe des Treibstofflagers Salinetas. Während Barajas mit Jet A-1 für 576,98 € operiert und Málaga mit beneidenswerten 550,7 € wettbewerbsfähig ist, muss Gran Canaria im Vergleich zur andalusischen Hauptstadt fast 50 € Mehrkosten pro Kubikmeter tragen.
Innerhalb des Archipels selbst ist die Situation uneinheitlich. Gran Canaria liegt mit 609,16 € etwas unter dem Preis von Sevilla, wird aber von der Effizienz von Teneriffa-Reina Sofía mit aktuell 598,91 € übertroffen. Am teuersten sind jedoch die kleineren Inseln und Flughäfen mit geringerem Passagieraufkommen: Flüge von Lanzarote kosten derzeit 693,44 € pro 1.000 Liter, und auf Fuerteventura steigt der Preis auf 688,56 €, fast 15 % mehr als am Flughafen Gando.
Dieser Preisanstieg, der den Literpreis im Großhandel auf rund 0,541 US-Dollar getrieben hat, stellt die Rentabilität von Inlandsflügen und Verbindungen zum Festland auf die Probe. Da Häfen wie Las Palmas aufgrund von Lieferengpässen auf dem Seeweg unter Druck stehen, sorgt der Kerosinpreis in einer Woche, in der jeder Cent zählt, um den Tourismus der Saison aufrechtzuerhalten, für zusätzliche Unsicherheit.











