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Maspalomas: Trumps riskantes Vorgehen kollidiert mit Blackstones massiver Desinvestition

Maspalomas: Trumps riskantes Vorgehen kollidiert mit Blackstones massiver Desinvestition

Gara Hernández - M24h Mittwoch, 04. März 2026

Der Tourismussektor in San Bartolomé de Tirajana und Mogán sieht sich einer doppelten Bedrohung gegenüber, die seine wirtschaftliche Stabilität bis 2026 grundlegend verändert. Zum einen hat Präsident Donald Trumps Entscheidung, ein umfassendes Handelsembargo gegen Spanien zu verhängen – als Vergeltung für die Weigerung der spanischen Regierung, die Nutzung der Luftwaffenstützpunkte Rota und Morón für Angriffe gegen den Iran zu gestatten –, die Kanarischen Inseln in eine äußerst verwundbare Lage gebracht. Zum anderen hat der Finanzkonzern Blackstone genau diesen Moment geopolitischer Spannungen genutzt, um die Ausgliederung seines Kronjuwels zu beschleunigen: der Hotelplattform HIP, deren profitabelste Objekte sich in Spanien, genauer gesagt im Süden Gran Canarias, befinden. Blackstone ist zudem Partner von Aedas Home und Holiday World.

Trumps Drohung, den gesamten Handel mit Spanien einzustellen, ist für den Süden Gran Canarias von großer Bedeutung. Der US-Markt ist zwar im Vergleich zu Großbritannien und Deutschland hinsichtlich der Besucherzahlen zweitrangig, aber für Investitionen und technologische Lieferungen an die Hotelbranche unerlässlich. Die Anweisung an Finanzminister Scott Bessent, den gesamten Handel zu unterbrechen, könnte die Kreditvergabe und die Geschäftstätigkeit amerikanischer Investmentfonds, die die Sanierung der Hotelinfrastruktur in Gebieten wie Meloneras und Playa del Inglés unterstützen, unmittelbar lahmlegen.

Inmitten dieser diplomatischen Turbulenzen arbeiten Blackstone und Singapurs Staatsfonds (GIC) an der Ausgliederung von Hotel Investment Partners (HIP). Ziel ist es, die Immobilien auf den Kanarischen Inseln – die als die profitabelsten und stabilsten des Portfolios mit 22.000 Zimmern gelten – in ein neues, unabhängiges Unternehmen zu überführen. Dieser Schritt soll einen schrittweisen Verkauf oder einen Börsengang ermöglichen und so die Lähmung umgehen, die steigende Zinsen und das Embargo von Trump einem Verkauf des gesamten Portfolios entgegensetzen könnten.

Im Süden Gran Canarias erweist sich diese Strategie als zweischneidig. Die Gründung einer eigenen Abteilung für die Hotels des Archipels im Jahr 2024 unterstreicht den strategischen Wert jener Häuser, die kürzlich von HIP millionenschwere Investitionen für ihre Renovierung erhalten haben. Die Unsicherheit darüber, wer letztendlich der Käufer sein wird, gibt jedoch angesichts der Handelskonflikte mit den USA Anlass zu berechtigten Bedenken. Sollte Washington die Sanktionen im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act verschärfen, könnte die Fähigkeit von Blackstone – einem in New York ansässigen Unternehmen –, seine Vermögenswerte in Spanien zu verwalten oder zu übertragen, durch die eigene Regierung ernsthaft beeinträchtigt werden.

Trumps Rhetorik, die sich nach seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz verschärft hat, macht deutlich, dass Spanien aufgrund seiner Verteidigungspolitik und der Nichterfüllung der NATO-Pflicht (5 % des BIP) in den Augen des Weißen Hauses zu einer „schrecklichen Nation“ geworden ist. Diese diplomatische Krise beeinträchtigt das Vertrauen internationaler Investoren unmittelbar. Im Süden der Insel besteht die Befürchtung, dass die Hotels von HIP, anstatt einen erfolgreichen Börsengang zu erleben, in einer rechtlichen Sackgasse landen, sollten Sanktionen den Kapitalfluss zwischen Madrid und New York behindern.

Der Tag endet mit Blicken auf das US-Handelsministerium und die Büros von Blackstone. Der Süden Gran Canarias, der in diesem Jahr eine beispiellose Erholung des Arbeitsmarktes verzeichnete, steht nun vor einem noch nie dagewesenen Szenario: Er ist wirtschaftlich Geisel eines militärischen Konflikts, in dem seine Logistikstützpunkte und sein größter Hotelbesitzer auf gegnerischen Seiten stehen. Die von Trumps Team angeführte „nationale und wirtschaftliche Sicherheit“ könnte sich als Haupthindernis für das größte Immobiliengeschäft des Jahrzehnts auf den Kanarischen Inseln erweisen.

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