Freitag, 13. März 2026
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Maspalomas und der Nahe Osten: Der Süden Gran Canarias tritt in das Tourismusmonopol ein

Maspalomas und der Nahe Osten: Der Süden Gran Canarias tritt in das Tourismusmonopol ein

GARA HERNÁNDEZ - M24H Dienstag, 03. März 2026

Die Krise im Nahen Osten hat zu einem Monopol des Tourismusangebots im Süden Gran Canarias geführt. Der deutsche Reiseveranstalter TUI hat nach den US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf den Iran Reisen in die Region abgesagt oder verschoben. Die Alternative im Süden Gran Canarias: Das Unternehmen gab auf seiner Website die aktive Stornierung aller Reisen nach Israel mit Abreise bis einschließlich 8. März bekannt. 

Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass TUI derzeit keine Gäste in Israel hat. TUI besitzt keine Hotels im Land; Reisepakete werden auf Anfrage zusammengestellt. Aktuell werden keine Reisen nach Israel über TUI gebucht. Die Erwähnung von Reisen nach Israel in der Werbung erfolgt jedoch vorsorglich aufgrund der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), nach Katar und Bahrain mit Abreisedatum bis einschließlich 2. März sind ebenfalls storniert. Reisen in die VAE mit Abreisedatum zwischen dem 3. und 6. März (einschließlich) sind ebenfalls storniert. Der Unterschied zwischen stornierten und verschobenen Reisen ist für Reisebüros wichtig: Bei verschobenen Reisen können sie ihre Gäste umbuchen. Bei verschobenen Reisen muss eine alternative Reise von Grund auf neu gebucht werden.

Alle Reisen in die betroffenen Gebiete mit Abflugdatum bis einschließlich 8. März, die von der Fluggesellschaft noch nicht storniert wurden, können kostenlos umgebucht oder storniert werden. Die Fluggesellschaft erklärte, sie beobachte die Lage und die Entwicklungen im Nahen Osten fortlaufend. TUI Travel UK, die britische Tochtergesellschaft von TUI, warnte auf ihrer Website vor möglichen Verspätungen oder Ausfällen von Flügen von und nach Großbritannien. Die Fluggesellschaft wird sich mit Kunden in Verbindung setzen, die Reisen in die Region bis einschließlich 8. März gebucht haben.

 

Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um gestrandete deutsche Touristen zurückzuholen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad fliegen, wie Außenminister Johann Wadephul in Berlin bekannt gab. Er fügte hinzu, der Luftraum dort sei weiterhin offen, die Sicherheit habe aber oberste Priorität. Er bestätigte, mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen zu haben und dass die Fluggesellschaft über die notwendigen Kapazitäten verfüge.

Neben Lufthansa stehen wir auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rückführung besonders schutzbedürftiger Personen wie Kindern, Kranken und Schwangeren. Die Bundesregierung kann auf Kosten der Steuerzahler Privatflugzeuge chartern und im äußersten Notfall Flugzeuge der Bundeswehr einsetzen. Allerdings sind noch einige Details zu klären. So ist beispielsweise unklar, wie viele Personen an den jeweiligen Evakuierungsstandorten untergebracht werden können.

Tausende Reisende sitzen derzeit in der krisengeschüttelten Region unter Raketenbeschuss fest. Aufgrund des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran waren am Wochenende auch viele deutsche Reisende im Nahen Osten und anderen Teilen der Welt gestrandet. Flughäfen und Kreuzfahrtschiffe, insbesondere in der Golfregion, standen still.

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