Freitag, 13. März 2026
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Maspalomas Beach zählt auch 2026 noch zu den Top 20 der Welt (Weltrangliste).

Maspalomas Beach zählt auch 2026 noch zu den Top 20 der Welt (Weltrangliste).

YURENA VEGA - M24H Dienstag, 03. März 2026

Noch vor Ipanema Beach (Brasilien) und dem Poipu Beach Park auf Kauai, Hawaii, und anderen. Während Griechenland seine Dominanz im Ranking der Travelers' Choice Awards 2026 feiert – Kreta platziert gleich drei seiner Strände unter den besten der Welt –, atmet der Süden Gran Canarias auf, denn der Strand von Maspalomas bleibt unter den Top 20. Der ikonische Sand- und Dünenstrand, gesäumt vom markanten Leuchtturm, der Luxushotels vom Naturschutzgebiet trennt, hat sich auf Platz 20 verbessert und behauptet sich damit in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und anspruchsvollen globalen Tourismusmarkt in puncto Nachhaltigkeit und Kundenerlebnis.

Die Auszeichnung, basierend auf Bewertungen von Reisenden der letzten zwölf Monate, kommt für die Wirtschaft von San Bartolomé de Tirajana in einer schwierigen Zeit. Der Strand von Maspalomas konkurriert nicht nur mit dem türkisfarbenen Wasser der Lagune von Balos auf Kreta – Platz drei – oder der karibischen Lebensfreude von Isla Pasión in Mexiko, dem Spitzenreiter; vor allem aber kämpft er gegen die Wahrnehmung von Überfüllung und die dringende Notwendigkeit, sein traditionelles Strandkonzept zu überdenken. Der 20. Platz unterstreicht die anhaltende Anziehungskraft des „Maspalomas-Effekts“: eine einzigartige Kombination aus Sahara-Landschaft und ganzjährig mildem Klima.

Der Strand von Maspalomas bleibt ein Juwel, doch der 20. Platz im Ranking gibt Anlass zu ernsthaften Überlegungen zum aktuellen Modell. Der Unterschied zwischen dem Aufstieg in die Top 10 und dem Vergessenwerden liegt in der Fähigkeit der Gemeinde, den Erfolg so zu gestalten, dass die ihn tragenden natürlichen Ressourcen nicht zerstört werden. So kann sichergestellt werden, dass Maspalomas weiterhin ein Synonym für Paradies bleibt und nicht überlaufen ist.
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Die diesjährige Liste der Gewinner zeichnet sich durch ihre geografische Vielfalt aus, darunter an der Spitze: 1. Passion Island (Mexiko), 2. Elafonissi Beach (Griechenland), 3. Balos Lagoon (Griechenland), 4. Eagle Beach (Aruba), 5. Falésia Beach (Portugal), 6. Banana Beach (Thailand), 7. La Jolla Cove (USA), 8. La Pelosa Beach (Italien), 9. Manly Beach (Australien) und 10. Pinguinkolonie am Boulders Beach (Südafrika). Weiter geht es mit dem Ranking: 11. Falassarna Beach (Griechenland), 12. Platja de Muro (Spanien), 13. Tobacco Bay Beach (Bermuda), 14. Paleokastritsa Beach (Griechenland), 15. Kite Beach (VAE), 16. Kelingking Beach (Indonesien), 17. Clearwater Beach (USA), 18. Spiaggia dei Conigli (Italien), 19. Bondi Beach (Australien) und schließlich 20. Maspalomas Beach (Kanarische Inseln). Die Liste wird abgeschlossen von 21. Poipu Beach Park (USA), 22. Plage de Palombaggia (Frankreich), 23. Ipanema Beach (Brasilien) und 24. Spiaggia La Cinta (Italien).

Zu den besten Stränden der Welt zu gehören, bringt eine hohe administrative und operative Verantwortung mit sich. Der Strand von Maspalomas ist kein künstliches Produkt aus einem Marketinglabor, sondern ein fragiles Ökosystem, das insbesondere in den europäischen Wintermonaten starkem menschlichen Druck ausgesetzt ist. Die Bewirtschaftung des geschützten Dünengebiets, das täglich von Tausenden Badegästen frequentiert wird, erfordert ein sensibles Gleichgewicht, das die lokalen Behörden und das Tourismusministerium der Kanarischen Inseln sorgfältig ausbalancieren müssen. Die Herausforderung, Sauberkeit, Rettungsschwimmerdienste und die Nutzungsregelung (FKK-Bereiche, Familienbereiche, Liegen) zu gewährleisten, ohne das empfindliche ökologische Gleichgewicht zu stören, ist der eigentliche Grund für diese Auszeichnung.

Die Aufnahme von Maspalomas in diese Liste, neben Juwelen wie Manly Beach in Sydney oder der Pinguinkolonie am Boulders Beach in Südafrika, bestätigt, dass das prägende Merkmal der Kanarischen Inseln nach wie vor ihre unberührte Natur ist, mehr noch als ihr Nachtleben oder das kommerzielle Angebot. Der Druck, an der Küste „mehr zu bieten“, kollidiert ständig mit dem Bedürfnis, die Natur zu bewahren – und genau das macht den Strand paradoxerweise so wertvoll für diese Liste.

Für den Tourismus der Kanarischen Inseln ist dieses Ranking ein ernüchterndes Zeugnis. Die Dominanz Griechenlands (mit vier Stränden auf der Liste) und die Stärke anderer spanischer Reiseziele wie Platja de Muro auf Mallorca (Platz 12) deuten darauf hin, dass Reisende im Jahr 2026 authentische Erlebnisse und unberührte Landschaften suchen – ein Bereich, in dem die griechischen Inseln im Tourismusgeschehen eine Vorreiterrolle eingenommen haben. Die Herausforderung für Maspalomas besteht nun nicht mehr nur darin, eine große Anzahl von Touristen anzulocken, sondern auch zahlungskräftige Gäste, die Exklusivität und Nachhaltigkeit suchen – ein Profil, das auch in den Fünf-Sterne-Luxushotels rund um den Leuchtturm häufig anzutreffen ist.

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