Mittwoch, 17. Juni 2026
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Der Leo-XIV.-Effekt: Im Süden Gran Canarias werden bereits Hotelbuchungen für den Papstbesuch organisiert.

Der Leo-XIV.-Effekt: Im Süden Gran Canarias werden bereits Hotelbuchungen für den Papstbesuch organisiert.

YURENA VEGA - M24H Donnerstag, 26. Februar 2026

Die offizielle Bestätigung des Vatikans, dass Papst Leo XIV. seine Spanienreise am 11. und 12. Juni auf den Kanarischen Inseln abschließen wird, hat in der Hotelbranche im Süden Gran Canarias für Aufregung gesorgt. Obwohl das endgültige Programm im vatikanischen Staatssekretariat noch geheim gehalten wird, sind die Auswirkungen dieser Ankündigung bereits deutlich im wirtschaftlichen Zentrum der Insel, Maspalomas, zu spüren.

Für den Tourismussektor von San Bartolomé de Tirajana und Mogán ist die Ankunft des Papstes nicht nur ein bedeutendes spirituelles Ereignis, sondern auch ein staatlicher Eingriff mit direkten Auswirkungen auf Infrastruktur, Sicherheit und das Image der Region. Es gibt Gerüchte, dass er auch nach Arguineguín reisen könnte.

Die erste unmittelbare Folge wird die Überlastung des Luxushotelsektors sein. Branchenkenner in Meloneras und Maspalomas gehen davon aus, dass internationale Delegationen, das diplomatische Korps und die zahlreichen Pressevertreter – für die der Vatikan bereits große Räumlichkeiten angefordert hat – die Premiumzimmer innerhalb weniger Tage belegen werden. Nicht nur die Pilger sind betroffen; auch der Sicherheitsapparat, der Papst Leo XIV. begleitet, benötigt in strategischen Bereichen eine lückenlose Absperrung.

Die Flugverbindungen werden einer beispiellosen Belastungsprobe unterzogen. Da der Papst für seine letzte Etappe in Spanien von Teneriffa nach Gran Canaria fliegt, muss der Flughafen Gran Canaria (Gando) einen massiven Anstieg an Charterflügen und Privatjets bewältigen. Die Logistik des Transports Tausender Gläubiger von anderen Inseln und dem afrikanischen Kontinent in den Süden, um den Papst zu sehen, erfordert eine Verstärkung des Straßenverkehrs. Die Autobahn GC-1 ist eine wichtige Verkehrsader, deren Verkehr aufgrund der Durchfahrt des päpstlichen Sicherheitspersonals eingeschränkt werden könnte.

Der Bischof der Kanarischen Inseln, José Mazuelos, bezeichnete die Nachricht als „Segen“, doch die technischen Gegebenheiten sind komplexer. Der Heilige Stuhl sucht nach „sehr großen“ Veranstaltungsorten, was Spekulationen über eine Massenveranstaltung in der Nähe der Dünen von Maspalomas oder auf offenen Flächen im Süden, die Hunderttausende von Menschen fassen können, befeuert hat. Sollte eine solche Veranstaltung bestätigt werden, würde der Süden Gran Canarias für 48 Stunden vom Urlaubsparadies zum Zentrum der weltweiten Medienaufmerksamkeit werden.

Dieser „Leo-XIV.-Effekt“ stellt eine unschätzbare Werbemöglichkeit dar. Das Bild des Papstes auf Gran Canaria wird von internationalen Medien verbreitet, wodurch die Marke der Kanarischen Inseln mit den Werten Frieden und transatlantischem Dialog verknüpft wird, kurz bevor der Pontifex seine Reise durch Subsahara-Afrika (Angola, Äquatorialguinea und Kamerun) antritt.

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