Die Energiekrise und die verschärften Sanktionen gegen Kuba haben den europäischen Tourismussektor grundlegend verändert, und erste Nachwirkungen sind bereits im Süden Gran Canarias spürbar. Angesichts der massenhaften Stornierungen von Reisen durch Branchenriesen wie TUI und der flexiblen Stornierungsbedingungen von Dertour für das karibische Reiseziel positioniert sich Maspalomas als natürliche Alternative für Tausende deutsche Touristen, die in diesem Winter eine sichere und verlässliche Option suchen.
Die Lage in der Karibik ist kritisch: Das Auswärtige Amt rät aufgrund extremer Treibstoffknappheit und der Unfähigkeit, Transport und grundlegende Dienstleistungen für Besucher zu gewährleisten, bereits von nicht unbedingt notwendigen Reisen auf die Insel ab. Angesichts dieser Situation hat TUI die drastische Entscheidung getroffen, alle Flüge nach Kuba bis zum 30. April 2026 zu streichen und das Reiseziel auch aus dem Sommerprogramm zu nehmen. Die Dertour-Gruppe hingegen hat die Reisebestimmungen gelockert und bietet kostenlose Stornierungen bis Ende März sowie kostenlose Umbuchungen für die gesamte Saison an.
Die Reisesperre nach Kuba führt zu einer sofortigen Verlagerung der Touristenströme hin zu stabileren Mittelstreckenzielen. Hier spielt der Süden Gran Canarias, insbesondere die Region um Maspalomas, seine Stärken aus. Gran Canarias gute Flugverbindungen nach Deutschland und die Zuverlässigkeit der Flüge machen die Dünen zu einem wichtigen „Plan B“ für große Reiseveranstalter, die angesichts der unsicheren Energieversorgung Kubas ihre Kunden in Destinationen mit solider Infrastruktur umbuchen müssen.
In den Hotelbüros von San Bartolomé de Tirajana wird die Lage genau beobachtet. Während Fluggesellschaften wie Cubana de Aviación und Air Canada ihre Flüge einstellen und andere wie Air Europa gezwungen sind, außerhalb der Karibikinsel technische Zwischenlandungen zum Auftanken einzulegen, festigt Maspalomas seinen Ruf als zuverlässiges Reiseziel. Die Branche rechnet damit, dass die vielen kurzfristigen Stornierungen in der Karibik zu einem Anstieg der Auslastung im Süden der Insel führen werden. Dies soll es ermöglichen, die Wintersaison mit Rekordzahlen abzuschließen und Gran Canarias Position als unangefochtene Hochburg des europäischen Tourismus im Atlantik zu festigen.











