Die Ruhe der Avenida de Canarias in Santa Lucía de Tirajana wurde am Nachmittag des 28. Februar 2024 jäh gestört. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft ereigneten sich die Vorfälle gegen 20:30 Uhr in der Bar C'Andres.
Der Fall, der nun auf die Eröffnung der mündlichen Verhandlung vor dem Provinzgericht zusteuert, zeigt, dass der Angeklagte kein Unbekannter vor Gericht ist, da er bereits wegen Verstoßes gegen eine Ende 2020 von einem Gericht in Telde erlassene einstweilige Verfügung verurteilt wurde.
An diesem Ort soll der als FSA identifizierte Angeklagte die Genitalien eines erst fünfjährigen Kindes berührt haben. Die Anklageschrift, die Maspalomas24H vorliegt, beschreibt detailliert, dass der Angeklagte wissentlich handelte, die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes verletzte und die Handlung wiederholte, selbst nachdem das Kind versucht hatte, seine Hand wegzuziehen. Er hörte erst auf, als ein Zeuge eingriff und das Kind wegzog.
Bezüglich des Schadensersatzes fordert der Rechtsbeistand des Minderjährigen eine Entschädigung für das erlittene seelische Leid. Die Staatsanwaltschaft hat diesen Betrag auf 1.000 € festgesetzt, die der Angeklagte dem Minderjährigen für die psychischen Folgen der unsachgemäßen Berührungen in der Bar im Süden der Insel zahlen muss.
Angesichts der Schwere der Vorfälle hat die Staatsanwaltschaft die Taten als sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen unter 16 Jahren eingestuft und beantragt eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren für den Angeklagten. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe strebt die Staatsanwaltschaft eine sechsjährige Bewährungszeit für FSA nach seiner Haftentlassung sowie ein Berufsverbot für alle Berufe an, die den Kontakt mit Minderjährigen beinhalten.
Die Kontrolle über den Angeklagten würde durch eine einstweilige Verfügung weiter gesichert, die es ihm untersagt, sich dem Opfer auf weniger als 500 Meter zu nähern oder mit ihr zu kommunizieren, und zwar für einen Zeitraum, der seine Haftstrafe um sechs Jahre übersteigt. Wenn das Kind zwölf Jahre alt ist, wird es immer noch genau das sein: ein schutzloses Kind.











