Mittwoch, 13. Mai 2026
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Skandal im Süden von Gran Canaria: Elf Taxifahrer wegen Betrugs an Touristen unter Verdacht.

Skandal im Süden von Gran Canaria: Elf Taxifahrer wegen Betrugs an Touristen unter Verdacht.

YURENA VEGA - M24H Mittwoch, 11. Februar 2026

Der Tourismus, der Wirtschaftsmotor der Kanarischen Inseln, ist erneut von Betrug überschattet. Die Polizei im Süden Gran Canarias hat unethischen Geschäftspraktiken einen schweren Schlag versetzt, nachdem sie gegen einen Taxifahrer ermittelt hatte, der beschuldigt wird, rund 2.400 ausländische Touristen betrogen zu haben. Der Fahrer, einer von elf, gegen die ermittelt wird und denen ein Gerichtsverfahren droht, soll in den vergangenen zwei Jahren durch systematische Manipulation seiner Fahrpreise einen unrechtmäßigen Gewinn von etwa 30.000 Euro erzielt haben.

Die dreimonatigen Ermittlungen deckten eine simple, aber lukrative Praxis auf. Laut José Carlos Álamo, dem Sicherheitsbeauftragten der Stadt, berechnete der Verdächtige Fahrpreise, die nicht der tatsächlich zurückgelegten Strecke entsprachen, und nutzte dabei die Unkenntnis der Touristen über das lokale Preissystem aus. Was als Verdacht bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle begann, enthüllte schließlich ein weit verbreitetes Vorgehen dieser Unregelmäßigkeiten, das dem Image eines der wichtigsten europäischen Reiseziele schwer geschadet hat.

Dieser Fall ist kein Einzelfall, der allein von der Polizei aufgedeckt wurde. Die örtliche Taxigenossenschaft hatte Alarm geschlagen, nachdem sie wiederholt Beschwerden von Kunden über überhöhte Fahrpreise erhalten hatte. Daraufhin hat der Stadtrat von San Bartolomé de Tirajana die Überwachung verstärkt: Elf weitere Lizenzen stehen derzeit unter Verdacht, und gegen mehrere andere wird ermittelt. „Dies ist kein Einzelfall“, warnen die lokalen Behörden, die entschlossen sind, den Ruf eines Sektors wiederherzustellen, der für die Mobilität in Gebieten wie Playa del Inglés und Maspalomas von entscheidender Bedeutung ist.

Der Betrugsskandal im Süden der Insel, verschärft durch den jüngsten Fall eines Polizisten in Mogán, dem betrügerische Bußgelder vorgeworfen werden, hat die politische Entscheidungsfindung beschleunigt. Die Generaldirektorin für Verkehr der Kanarischen Inseln, María Fernández, gab bekannt, dass die Einführung eines einheitlichen Taxitarifs vorbereitet wird. Diese Maßnahme soll das Fahrgelderhebungssystem in den meisten Gemeinden der Kanarischen Inseln vereinfachen, die technischen Tricks einiger Fahrer zur Preiserhöhung beseitigen und für mehr Transparenz für Besucher sorgen.

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