Die Liquidation der Promociones Isla Verde SA hat eine technisch komplexe Dimension angenommen, die über einen einfachen Jahresabschluss hinausgeht. Laut der offiziellen Einladung zur Hauptversammlung am 18. März in Arguineguín will das Unternehmen nicht nur die Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 genehmigen, sondern auch die Folgen eines langwierigen Rechtsstreits bewältigen. Im Mittelpunkt der Versammlung steht die Durchsetzung von Gerichtsbeschlüssen gegen den Aktionär Santiago Santana Cazorla, dessen eingefrorene Aktien den verbleibenden Aktionären nun ein Vorzugsrecht auf Aktien eröffnen – ein Schritt, der das Machtverhältnis im Unternehmen in der Endphase entscheidend verändern könnte.
Der Liquidationsprozess beschleunigt sich nicht, sondern verzögert sich aufgrund des gerichtlichen Erfolgs des Unternehmens. Der alleinige Liquidator, Ignacio Pérez Coloma, wird den Vorstand über die Auswirkungen des Urteils vom 10. September 2025 zugunsten von Isla Verde in einem Rechtsstreit gegen Katanga SL informieren. Dieser juristische Sieg führte zur Entdeckung neuer Vermögenswerte, die paradoxerweise eine Verschiebung der endgültigen Abwicklung erforderlich machen, um diese Mittel in die Liquidationsmasse zu integrieren – ein Szenario, das die Wirksamkeit der aktuellen Rechtsstrategie des Managements unterstreicht.
Um die Unternehmensstruktur an die neue Realität und die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen, schlägt die Geschäftsleitung eine umfassende Umstrukturierung der Satzung vor. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Umstellung des Aktienkapitals auf Euro und eine Kapitalerhöhung von 42.071 € durch Bareinlagen. Diese Anpassung ist nicht nur formaler Natur; sie dient der Einhaltung gesetzlicher Mindestanforderungen und der Straffung der Aktionärsstruktur durch die Einziehung der alten Inhaberaktien. Diese werden durch ein System von Namensaktien und ein neues Aktienregister ersetzt, wodurch jegliche Intransparenz hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse des Unternehmens beseitigt wird.
Abschließend wird sich der Vorstand mit der Professionalisierung des Liquidationsorgans befassen. Der Vorschlag, die Satzung zu ändern und die Position des Liquidators vergütet zu machen, trägt dem hohen technischen Aufwand Rechnung, der mit den jüngsten Gerichtserfolgen und der Verwaltung der Kapitalerhöhung verbunden ist. Da die Anwesenheit eines Notars zur Beglaubigung der Vereinbarungen erforderlich ist, stehen die Aktionäre von Isla Verde vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder sie kapitalisieren das Unternehmen, um die zurückgewonnenen Vermögenswerte zu schützen, oder sie lassen den langwierigen Liquidationsprozess im Schatten der Rechtsstreitigkeiten des letzten Jahrzehnts weiterlaufen.











